Wir stellen vor: Armando Bertozzi

May 12, 2014

Der Werdegang des langjährigen SVA-Captain Armando Bertozzi ist in jeder Hinsicht aussergewöhnlich. Bereits im zarten Alter von 16 Jahren dem SVA-Vorgängerclub SC Fisba beigetreten galt er schnell in vielen Augen als Juwel, welches alsbald den Verein aus der Mittelmässigkeit führen sollte. Einem anderen Fussballverein hat der frühere Handballer und leidenschaftlicher Hobbykicker nie angehört und solange sein Lieblingsclub Juventus Turin keinen Scout ins Gründenmoos schickt wird dies auch in Zukunft nicht der Fall sein. Zehn Jahre später sind von der damaligen Equipe nur noch der heutige Erfolgscoach Michi Böni und sein Spielerkollege Fabian Aepli übriggeblieben.      

 Wer den offensiven Mittelfeldspieler auf dem Platz sieht, der bekommt zentimetergenaue Torvorlagen, spektakuläre Tempoläufe und brachiale Abschlüsse aus der zweiten Reihe geboten. Viel bemerkenswerter ist jedoch die Tatsache, dass die Nummer 8 schon seit Jahren mit einer beeindruckenden physischen Konstanz aufwartet. So wären seine Absenzen in der gesamten Karriere als Spieler wohl an einer Hand abzuzählen. Als Leistungsträger und Integrationsfigur ist er bei Teamkollegen, Trainer und Fans hoch angesehen. Und durch sein Engagement neben dem Feld hat er den Verein geprägt wie nur ganz wenige vor ihm. Umso löblicher, da die Mannschaft des FC SVA trotz enormem Potenzial sportlich jahrelang im Niemandsland der Firmenliga vor sich hindümpelte.

 

Doch die Geduld sollte sich auszahlen, denn zehn Jahre nach Bertozzi‘s Debüt im Fisba-Dress und sechs Jahre nach der Gründung des FC SVA ist das Unternehmen Meisterschaft in der letzten Saison sensationell geglückt. Mit einer jungen, völlig euphorisierten SVA-Mannschaft und einem Captain, der es im Prinzip schon immer gewusst hat. Ein Ehrenplatz in der Vereinshistorie ist „Mäde“ ebenso sicher wie die Rekordzahl von Weitschusstoren in einer Spielzeit. Da könnte man doch eine Saison oder zwei etwas kürzer treten und mal etwas anderen Freizeitaktivitäten nachgehen. Zum Beispiel den in den letzten Jahren viel zu kurz gekommenen FIFA-Fussballsessions auf der XBox.

 

Bertozzi hält kurz inne, nippt an seinem Lowenbräu und verneint schliesslich vehement. Wichtig sei nun neben der sportlichen Bestätigung der letzten Saison die Integration neuer, junger Spieler. Die Fussballmannschaft der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen müsse auch in Zukunft in der Königsklasse mitmischen, ergo bei den Schweizermeisterschaften der Firmenfussballer. Dies sei bekanntermassen nur möglich, wenn der Verein auch in den kommenden Jahren den einen oder anderen Ostschweizer Titel einfährt. Da ist er wieder, der visionäre Blick des erfolgshungrigen Teamplayers. Mag sich der Mittelfeldstratege äusserlich nicht gross verändert haben, so lässt sich bei genauer Beobachtung doch eine gewisse mentale Entwicklung festhalten. Kollegen meinen, er wäre auf dem Platz auch schon häufiger aus der Haut gefahren. Seine Snowboard-Einlagen wären früher halsbrecherischer gewesen und auf seinem MP3-Player laufe nicht mehr so oft Hip Hop Musik, dafür der Podcast vom Echo der Zeit von Radio SRF 2. Da passt es nur zum Reifeprozess, dass der Linksfüsser demnächst sein Masterstudium der Internationalen Beziehungen abschliessen wird.

 

Und fussballerisch? Was wird denn aus ihm, dessen Zugang zum Sport schon immer ein spielerischer war und der sich aus Überzeugung noch nie die Joggingschuhe angezogen hat, wenn ihm seine eigenen Zöglinge den Platz im Team streitig machen? Auch diese Frage beantwortet der Fussballverrückte gelassen. Sollte irgendwann sein Körper den Anforderungen für die Aktiven-Liga nicht mehr entsprechen gründe er eben eine SVA-Seniorenmannschaft.

 

Integrationsfigur, Agressivleader, Rekordhalter..(auch für gelbe Karten)...Armando bekleidet viele wichtige Rollen beim FC SVA.

 

Nebst denen des Coachs haben auch die taktischen Anweisungen von Captain Armando einen grossen Einfluss auf das Spiel und die Motivation der Mannschaft.

 

Zeugnis seiner langen Verbundenheit zum Verein...ein Mann der ersten Stunde!

 

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