Der FC SVA wird Dritter an den Schweizermeisterschaften in Rothenburg LU

June 16, 2015

Nach einer begeisternden Gruppenphase scheitert der FC SVA im Halbfinale der Schweizermeisterschaften unglücklich im Elfmerschiessen am FC EDA aus Bern. Die Enttäuschung bei Spielern und Anhängern des Ostschweizer Regionalmeisters ist gross. Denn anders als vor zwei Jahren bei der ersten Teilnahme begegnete man den besten Firmenfussballteams der Schweiz auf Augenhöhe. Der Titel ging wie im Vorjahr an den Mitstreiter aus dem Ostschweizer Regionalverband, dem SC Hota.

 

Auch wenn die Mannschaft von Michi Böni im Laufe der letzten beiden Jahre noch mehr zusammengewachsen ist und einige äusserst begabte Spieler dazugekommen sind, jünger geworden ist sie beileibe nicht. Dass mit Rückkehrer Simon Bannwart nach auskuriertem Kreuzbandriss und dem Neo-Sportstudent aus Magglingen, Luca Hauser, doch noch zwei bis vor kurzem fragliche SVA-Schwergewichte in Rothenburg mit von der Partie waren, entschärfte die personelle Situation beträchtlich. Denn Schweizermeisterschaften sind nicht nur aufgrund der hohen Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes, sondern vor allem aufgrund der langen Gesamtspieldauer eine grosse physische Herausforderung für die Beteiligten. Mit drei 45-minütigen Partien stand bereits am Samstag ein happiges Menu für den Regionalmeister aus der Ostschweiz auf dem Programm. Da gleich zwei der acht teilnehmenden Mannschaften kurz vor dem Turnier Forfait erklären mussten verkleinerte sich die Anzahl Gruppenspiele für den FC SVA von drei auf zwei. Und da der erste Gegner der St. Galler, der Innerschweizer Regionalmeister FC Swiss Steel sein erstes Gruppenspiel verlor, hatte man gleich bei der ersten Begegnung die Chance, mit einem Sieg im ersten Spiel das Halbfinalticket zu lösen.

 

FC SVA SG – FC Swiss Steel (Innerschweiz) 4:0

Die St. Galler erledigten die Aufgabe mit verblüffender Souveränität. Von der ersten Spielminute an drängte man den Gastgeber von Swiss Steel in dessen Platzhälfte, hatte bereits nach 15 Minuten mehrere hochkarätige Chancen zu verzeichnen. David Forster und Stefan Kellenberger trafen jeweils nur das Aluminium und auch die anderen Offensivakteure Nici Etter, Mac Langenegger, Armando Bertozzi und Luca Hauser mischten die Abwehr der Innerschweizer gehörig auf und erspielten sich fast im Zweiminutentakt gefährliche Szenen. Als endlich in der 17. Minute Flügelläufer Etter nach Vorarbeit von Langenegger den Ball im Nachschuss über die Linie drückte war der Torreigen eröffnet und die grosse Stunde Etters angebrochen. Keine fünf Minuten später legte er sich an der Strafraumgrenze den Ball zurecht und erhöhte mit einem präzisen Schuss in die rechte Ecke zum 2:0. Die endgültige Entscheidung zugunsten des FC SVA fiel nach einer halben Stunde nach einem Zuspiel von Dimitri Gehrig und einem feinen Solo von Mittelstürmer Langenegger, der das Skore auf 3:0 erhöhte. Das Spiel des FC SVA funktionierte in dieser Phase in sämtlichen Belangen vorzüglich. Torhüter Pablo Nieto hatte wohl kaum mit einer derart konzentrierten Vorstellung seiner Vordermänner gerechnet und verbrachte 45 sehr ruhige Minuten. Nici Etter setzte schliesslich seiner herausragenden Leistung noch die Krone auf, als er fünf Minuten vor Schluss seinen Gegenspieler umspielte und den Ball herrlich unter die Latte zum 4:0 Endstand hämmerte.

 

FC SVA SG – FC Schindler (Innerschweiz) 3:0

Auch im zweiten Spiel gegen den FC Schindler, in welchem bereits der Gruppensieger ermittelt wurde, unterstrich die Mannschaft von Michi Böni eindrucksvoll seine Formstärke. Der Vizemeister aus der Innerschweiz fand während der gesamten Spielzeit keine Antwort auf das hervorragend eingespielte SVA-Kollektiv, welches klar den Rythmus vorgab, äusserst sicher in der Defensive stand und immer wieder mit tollen Spielzügen aus der Verteidigung heraus Nadelstiche setzte. So entstand das 1:0 in der vierten Spielminute durch einen herrlichen Diagonalpass von Innenverteidiger Benjamin Baumann auf Nici Etter, welcher einmal mehr für Langenegger das Führungstor vorbereitete. Auf das 2:0 von Captain Bertozzi per Nachsschuss von der Strafraumgrenze folgte kurz vor Schluss gar noch das 3:0. Linksaussen Patrick Giger flankte haargenau auf Lukas Deschwanden, der per Kopf zum klaren Schlussresultat von 3:0 vollendete. Die Erwartungen für den weiteren Turnierverlauf stiegen ins Unermessliche.

 

FC SVA SG – FC EDA (Bern) 1:1, 4:5 n.P.

Am Nachmittag kam es folglich zum Halbfinale gegen den Berner Regionalmeister FC EDA. Wie nicht anders zu erwarten, wurden die Räume in einer hart umkämpften Partie kleiner, die Strafraumszenen klar weniger. Das Defensivspiel mit den Innenverteidigern Baumann und Koller und den Aussenverteidigern Gehrig, Schwendener und Richiger verdiente sich abermals Höchsnoten. Gegen einen enorm aufsässigen Gegner bekundete man offensiv allerdings zum ersten Mal Mühe, die technische Qualität auszuspielen, sodass klare Chancen auf beiden Seiten Mangelware waren. Einzig Dave Forster und Mac Langenegger hatten gute Abschlussgelegenheiten, beide verzogen jedoch. Alles deutete auf ein Elfmerschiessen um den Finaleinzug hin, bis fünf Minuten vor Schluss der Ball an der Strafraumgrenze Stefan Kellenberger vor die Füsse fiel und dieser das Spielgerät mit aller Ruhe in die rechte untere Ecke schlenzte! Das 1:0 war Tatsache und die Türe zum Finale weit aufgestossen. Bezeichnenderweise für eine Abwehrleistung, wie sie der FC SVA bis zu diesem Wochenende in seiner bald zehnjährigen Geschichte noch nicht gesehen hat, entstand das gleich darauffolgende 1:1 nicht etwa aus dem Spiel heraus, sondern per Foulelfmeter nach einer irregulären Intervention von Pädi Giger. Torhüter Pablo Nieto wählte die falsche Ecke und so musste der erste Finalteilnehmer im Elfmeterschiessen erkoren werden. Und es wurde ein langer und aufreibender Penaltykrimi, denn erst nach je sieben Anläufen, nachdem die SVA-Aktiven Forster, Etter und Giger am Torhüter der Berner scheiterten war die Partie zuungunsten der St. Galler entschieden. SVA-Keeper Pablo Nieto, der während drei Spielen praktisch keinen Ball parieren musste, entschärfte mirakulös zwei Elfmeter der Berner. Für das Erreichen des Finales war es einer zu wenig.

So fand eine insgesamt hervorragende Schweizermeisterschaft-Kampagne ein jähes Ende und der FC SVA wurde aufgrund des sehr positiven Torverhältnisses auf Rang 3 klassiert. Dem Fazit, dass damit das Ziel der St. Galler erreicht wurde, wohnt zumindest der Anstrich eines Understatements bei. Denn die Ansprüche der Mannschaft von Michi Böni sind heuer andere als noch vor zwei, drei Jahren. Wohlmöglich gab letztendlich doch eine alte SVA-Krankheit den Ausschlag für das knappe Scheitern, nämlich diejenige, dass man das Wettkampfglück bei Spielen auf Messers Schneide leider oft nicht auf seine Seite zu zwingen imstande ist. Anschauungsunterricht in dieser Hinsicht gab – wieder einmal, möchte man sagen – der SC Hota, welcher sich nach Siegen im Penaltyschiessen sowohl im Halbfinale gegen den FC Schindler wie auch im Endspiel am Sonntag gegen den FC EDA durchsetzte und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Zuvor in der Gruppenphase hatten die Hotaner allerdings den späteren Finalgegner EDA und den mehrfachen Schweizermeister FC UBS aus Zürich klar auf die Plätze verwiesen und damit zu Genüge Zeugnis ihrer hohen Qualität abgelegt. Wir gratulieren damit der jungen Mannschaft aus der Ostschweiz zum verdienten Meistertitel!

Aus Sicht des FC SVA bleiben zwei sportlich aufregende und familiäre Tage in der Innerschweiz in Erinnerung. Herzlich danken möchten wir allen mitgereisten Anhängern, insbesonders der Famile Hofstetter sowie Carmen Studerus und der SVA für die tolle Unterstützung! Bereits am Samstag geht es in die nächste Runde in der regionalen Meisterschaft. Gegner wird niemand geringeres sein als der frischgebackene Schweizermeister SC Hota!

 

 

 

 

 

 

 

 

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