Wir stellen vor: Nicola Etter

September 10, 2015

Man hat sie ja unter Hobbyfussballern schon oft gehört. Die Geschichte des überaus talentierten Kollegen, welcher nur aufgrund nicht gegebener Umstände beim Amateurfussball geblieben ist. Im Sinne von: „Der hätte es zum Profi gebracht, wären ihm in jungen Jahren nicht andere Dinge im Leben genauso wichtig gewesen.“ Zwar hat nach unserem Kenntnisstand noch kein SVA-Spieler zumindest über längere Zeit je in einer Juniorenauswahl designierter Jungprofis gespielt. Doch seien wir ehrlich: Unser Flügelspieler Nicola Etter hätte in einer solchen Auswahl keine schlechte Falle gemacht. Auch Torhüter Pablo Nieto, immer ein gefragter Ansprechpartner, wenn es um die Qualitäten seiner Spielerkollegen geht, macht kein Geheimnis daraus, dass er Nici in der Summe als denjenigen SVA-Spieler mit den besten Anlagen hält.

 

2011, bezeichnenderweise kurz vor dem Aufstieg des FC SVA vom Liga-Mittelmass zum Titelanwärter lief Nici Etter als 20-jähriger zum ersten Mal für die Sozialversicherungsanstalt auf. Der ehemalige Junior des SC Brühl hatte die Bewunderung von Trainer Michi Böni und seinen Spielern schnell auf seiner Seite. Da hatte man sich einen Flügelspieler an Land gezogen, der neben seinen technischen Raffinessen und seiner Torgefährlichkeit vor allem durch sein enormes Tempo und seine Physis beeindruckte.

Inzwischen ist der studierte Betriebswirtschafter Compliance-Mitarbeiter bei der Post Finance, mitte Zwanzig und immer noch der Jüngste im Team. Und immer noch würde man ihn am liebsten für die reihenweise matchentscheidenden Assists und Tore im SVA-Trikot danken. Ihn allerdings auch mal in den Arm nehmen und sagen, dass es nicht immer eine bärenstarke Leistung sein muss. Dass es ab und zu ruhig etwas weniger sein darf. Für diesen Ratschlag hätte der St. Galler jedoch ohnehin nur einen verständnislosen Blick übrig. Denn Nici Etter, das muss man wissen, spielt nicht so gut Fussball weil er besonders verbissen wäre, sondern weil es ihm so offensichtlich so viel Spass bereitet. Tatsächlich lässt er praktisch kein Training aus, spielt nebenbei sogar noch regelmässig mit seiner alten Quartierclique. Und wenn er sich nicht gerade mit Freunden verabredet oder sich beim Minigolfen entspannt kann man sich mit ihm auch jederzeit beim virtuellen Fussballspiel messen.

Wenig Freude an seiner Spielweise im richtigen Leben haben seine Gegenspieler, die er vorzugsweise auf seiner angestammten Position des rechten Flügels mit seinen Dribblings reihenweise alt aussehen lässt. Sportliches Vorbild von Nici ist - welch Überraschung, ist man geneigt zu sagen - Chelsea Wirbelwind Eden Hazard.

Rarität: Ein nicht verschwommenes Bild von Nici Etter in Aktion. Allerdings von hinten, wohlverstanden.

 

 

Mit seinem Last-Minute-Tor sicherte Nici seinem Team vor einem Jahr den zweiten Meistertitel.

 

 

 

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